Haus zum Maulbeerbaum

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Das Haus zum Maulbeerbaum in Landau lässt aufgrund seiner baulichen Situation und Ausformung vermuten, dass es den Stadtbrand in Landau überstanden hat und somit älter wäre als viele andere Gebäude in der Gegend.
Aufgrund dieses Verdachts, den erheblichen Schäden und den interessanten Wandmalereien im 1. OG hat die untere Denkmalschutzbehörde in Landau eine umfassende Untersuchung beauftragt.
Allen voran wurde von dem Büro b-fund in Trier ein verformungsgerechtes Aufmaß ausgeführt. Anschließend wurde eine restauratorische Untersuchung, insbesondere der Fassungen (Farbbefunde) durchgeführt. Parallel dazu wurde die Baugeschichte im Archiv und am Objekt erforscht.
Das Architekturbüro Behrens war mit der Entnahme von Bohrproben zur dendrochronologischen Untersuchung beauftragt worden. Außerdem haben wir eine Schadenskartierung des hölzernen Innentragwerks und der massiven Außenwände vorgenommen. Zuletzt wurde von uns noch eine Ausstattungskartierung durchgeführt. Dabei kam es darauf an, die vorhandenen Innenausbauten zu erfassen und zeitlich einzuordnen.
Aufgrund des komplexen Schadensbildes wurde schließlich noch eine Schadensanalyse in Zusammenarbeit mit dem Büro holz_ansicht und dem Tragwerksplaner Wenzel von Fragstein durchgeführt. Die Fragestellung war, wie es zu den vorgefundenen erheblichen Schädigungen gekommen ist. Erst wenn diese Frage geklärt ist, können Instandsetzungsmaßnahmen geplant werden.
Um potenziellen Investoren eine Hilfestellung zu geben, wurden zuletzt mögliche Maßnahmen aufgezeigt und die Kosten hierfür ermittelt. Am Ende konnten keine Hinweise auf ein höheres Alter als die Barockzeit gefunden werden. Selbst die steinerne Spindeltreppe, die typisch für die Renaissance ist, konnte aufgrund der Archivrecherche eindeutig in den Barock datiert werden.