Auch Stein hält nicht ewig

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Die bisher vom Büro Behrens im Bereich der Natursteinsanierung untersuchten Gebäude stammten überwiegend aus der Gründerzeit und ließen eine maßnahmenorientierte Kartierung zu. Bei einheitlichen Fassaden ohne größere Umbauten können im ersten Durchgang vom Hubsteiger aus die wesentlichen Schäden festgestellt werden. Gleichzeitig erfolgt bei der Betrachtung der Schäden eine Einschätzung über die notwendige Reparatur (kann der Stein noch repariert werden oder muss er ausgetauscht werden?). Dabei spielen die Gestaltung des Bauteils und die Erreichbarkeit eine entscheidende Rolle. Bauteile, die weit oben am Kirchturm sind, müssen in erster Linie sicher sein. Es dürfen keine Stücke herunterfallen und das nächste Sanierungsintervall mit hohen Gerüstkosten muss möglichst weit in die Zukunft gedehnt werden. Dabei ist der Verlust durch Austausch glatter Mauersteine relativ gering, aufwändig gestaltete Bauzier gibt man dagegen ungern auf.

In tiefer gelegenen Bereichen kann anders gearbeitet werden. Hier können eher konservatorische Arbeiten, wie kleben etc. durchgeführt werden, weil eine Überwachung des Zustands leichter durchgeführt werden kann und ein kürzeres Sanierungsintervall aufgrund des kleineren Gerüsts geringere Kosten verursachen würde.
Mit der anschließenden Eingabe der Schäden in den Computer werden Mengenlisten erstellt, die als Grundlage für die Kostenberechnung und Ausschreibung herangezogen werden können.

Bei entsprechend alten, wertvollen und vielleicht auch schwierigen Bauteilen kann eine solche Kartierung auch zweigeteilt werden. Dann werden zunächst nur die Schäden aufgenommen und anschließend in Abstimmung mit dem Restaurator und dem Denkmalamt werden die entsprechenden Maßnahmen in der Kartierung festgehalten. Dieses Vorgehen erfordert mehr Zeit und verursacht damit im Vorfeld höhere Kosten.